Wie ich zur Familienforschung kam

Als Kind hörte ich auf Familienfeiern häufiger die Geschichte von einem Urahn, der angeblich der älteste bekannte Vorfahr gewesen war. Die Erzählungen fielen immer etwas anders, je nachdem, wer sie vortrug. Auf jeden Fall ging es um einen Jungen, der in einem Küstershaus aufgewachsen war und bei seiner Mutter lebte; Vater unbekannt. Die Geschichte erschien mir etwas fabulös, aber ähnlich phantastisch sollte ich die Geschichte im Laufe meiner Recherchen auch aus anderen Quellen hören. Die Erinnerungen an die Geschichten aus meiner Kindheit sind jedenfalls heute noch in mir wach. Zwischen diesen frühen Erinnerungen und dem Einstieg in meine Familienforschung liegen ca. 35 Jahre und es gab zwei unabhängige, fast zeitgleiche Auslöser dafür, dass ich mich intensiver mit der Geschichte unserer Familie beschäftigte und u.a. eine geneaologische Datenbank anlegte.

Irgendwann im Frühjahr 1998 versuchte mich ein Verwandter anzurufen, erreichte mich aber nicht und hinterließ mir eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter, so ähnlich wie "wir kennen uns nicht, aber, wenn ich jetzt meinen Namen sage, werden Sie verstehen, warum ich anrufe: ich heiße Harald Maiweg". Das war also mein Namensvetter und Grosscousin. Leider hat uns das Leben nie zusammengeführt. Harald Maiweg verstarb vor einigen Jahren in Wuppertal.

Der zweite Auslöser für mein neues Hobby war mein aufkeimendes Interesse am Internet und der Wunsch eine Maiweg-Domain zu reservieren. Da es nur etwa 40 Familien mit dem Namen Maiweg in Deutschland gibt, rechnete ich mir gute Chancen aus, mir die maiweg.de Domain zu sichern und ... wurde enttäuscht. Denn ein gewisser Helmut Maiweg, IT'ler und inzwischen im Ruhestand, war schneller als ich. Aber daraus ergab sich ein neuer, freundschaftlicher Kontakt zu einem entfernten Verwandten.